Hunderte von Kältetoten. Sibirische Temperaturen. Schneestürme in der Türkei und in Tunesien. Vereiste Wasserleitungen. Eingefrorene Stromnetze. Eigentlich sollten wir Durchschnittsmenschen annehmen, auch unsere Durchschnittsjournalisten würden sich gelegentlich Gedanken machen. Nämlich über ihre ständigen Horrorszenarien einer Treibhaus-Ozonloch-Klimaerwärmung. Der Blick titelt immerhin ironisch: «Klimaerwärmung, komm sofort!» Doch der Tages-Anzeiger meint griesgrämig: «Wegen der Klimaerwärmung werden die Bergwinter kühler».
Ups. Da wird ein Argument an den Haaren durch den Kakao herbeigezogen. Denn das Faktum der aktuellen Kältewelle ist für die Klima-Anheizer ideologisch ein Kälteschock. Der Bergwinter sei – so der Tages-Anzeiger – in den letzten zwanzig Jahren kälter geworden. Schuld daran trage die Eisschmelze am Nordpol. Aber gewiss doch. Ist doch logisch. Wegen der Hitze wird es kühler. Nach diesem Schema dürfen wir uns auf weitere spannende Artikelüberschriften freuen: «Wegen immer mehr Schulden werden die Staaten reicher.» – «Wegen der Bereitstellung von mehr Unterkünften kommen weniger Asylbewerber.» – «Wegen längeren SRG-Fernsehkonsums werden die Schweizer klüger.»
Die Klimadebatte der vergangenen Jahre geht auf keine Pinguinhaut. Man hat uns einen Eisbären aufgebunden. Die nördliche Halbkugel ist in den letzten zwei Jahrzehnten im Osten der USA, in Südkanada und Nordeuropa im Winter deutlich kühler geworden. Dies passt irgendwie schlecht zum Dogma der globalen Erderwärmung. Und zur Weltuntergangsstimmung der rot-grünen Klimahysteriker. Zum Glück vernimmt man vermehrt besonnene, kritische Forscher. Diese meinen, der menschliche CO2-Ausstoss sei eine zu vernachlässigende Grösse. Und die Klimaveränderung ein Teil der Natur. Ein anderer Teil der Schöpfung sind die Erfinder von CO2-Gesetzen, CO2-Abgaben und Uno-Klimagipfeln in Durban, Cancún oder Kopenhagen. Eine einzige wertvernichtende Umverteilungsübung. Damit die Panikmacher zu Geld und Macht kommen.
Der Weltuntergang ist vorderhand verschoben. Wenden wir uns besser der politisch--wirtschaftlichen Gross- und Kleinwetterlage zu. Etwa dem Regenschauer über den Euro-Ret- tungsschirmspannern. Oder dem Gewitter wegen amerikanischer Steuerstreitsüchtigen. Oder dem unterkühlten Betriebsklima im Bundesrat.